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Das Unternehmen 4.0 ist intelligent und vor allem: "HYBRID"


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Nun ist es mittlerweile 4 Jahre her, dass wir begonnen haben, über die 4. Industrielle Revolution zu lesen, über Industrie 4.0 zu diskutieren und uns zu überlegen, was es braucht, um aus einer Stadt eine "Smart City", aus einem Gebäude ein "Smart Building" oder aus einer Produktionshalle eine "Smart Factory" zu machen.

Digitale Experten schiessen wie Pilze aus dem Boden und versuchen, Unternehmen, Behörden oder Spitäler auf deren Digitaler Reise von der Welt 3.0 (Automatisierung) in die Welt 4.0 (Vernetzung) zu begleiten. Jeder erzählt seine Version von der Welt 4.0 und was getan werden muss, damit das Unternehmen ein Unternehmen 4.0, die Stadt eine Smart City oder das Spital ein Spital 4.0 wird. Dabei fokussieren sich sehr viele Projekte und Digitale Experten ausschliesslich auf das Neue ohne darüber nachzudenken, wie ein noch grösserer Nutzen generiert werden könnte, wenn man das Neue intelligent mit dem Alten kombiniert.

Aus einem "Entweder Oder" sollte ein "Sowohl Als Auch" werden!


Die hybride und intelligente Digitale Transformation

Die Digitale Transformation suggeriert ja bereits schon durch das Wort «Digital», dass es sich bei dieser Transformation vor allen Dingen um eine technologielastige Veränderung handelt. Die Technologie ist zwar einer der Haupttreiber des Digitalen Wandels, wie jedoch immer häufiger zu lesen ist und was wir auch in unserem Beratungs-Alltag erleben, ist dies überhaupt nicht so. Die Digitale Transformation ist vielmehr eine Transformation von Organisationen (diese besteht aus Menschen), Gesellschaften (diese bestehen aus Menschen) und am Ende des Tages auch von Staaten. Aus diesem Grunde sollte man die Digitale Transformation als «Techno-Organisatorische Transformation» verstehen und sich sowohl mit Technologie, mit der Organisationsstruktur sowie aber vor allem mit den Menschen beschäftigen.

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Die hybride und intelligente IT Architektur

Viele Unternehmen haben erkannt, dass die Auslagerung der IT (Infrastruktur & Applikationen) in die Cloud einen grossen Nutzen generieren kann. Vor allem neue Technologien wie IoT, Künstliche Intelligenz oder Blockchain aber auch Microsofts Office365 oder SAPs Cloud Offensive haben hier nochmals einen grossen Boost bei den CIOs und IT-Leitern erzeugt. Nun gibt es jedoch in jedem Unternehmen, in jeder Stadt und vor allem in den Spitälern viele Daten und Applikationen, die aus Compliance oder regulatorischen Gründen nicht in die Cloud ausgelagert werden dürfen. Viele Produktionsunternehmen wollen heute immer noch nicht, dass die Daten der Maschinen in ihrer Produktion das lokale Netzwerk verlassen und sammeln deshalb Daten über Zustände der Maschinen in lokalen Datenbanken.

Eine intelligente hybride IT Architektur, die es erlaubt, trotz Regulierung oder Compliance den grösstmöglichen Nutzen zu generieren, ist ein MUSS. Deshalb ist es wichtig, dass beispielsweise IoT Cloud-Lösungen offen sind und es erlauben, die von Sensoren und der Analytics erzeugten Daten in bestehende Enterprise IT-Lösungen (ERP, PLM, etc.) ohne grossen Aufwand zu integrieren.


Die hybride und intelligente Organisation

Viele Unternehmen sind verunsichert, da Experten aus allen Lagern mittlerweile schon mantrahaft wiederholen, dass es für das Überleben eines Unternehmens unabdingbar ist, die hierarchische Organisations-Struktur in eine Netzwerk-Struktur zu überführen. Dabei ist es egal, ob Holacracy, Sociocracy 3.0 oder Kollegiale Führung. Hauptsache nicht hierarchisch. Diese radikale Vorgehensweise ist unserer Meinung nach jedoch nicht für alle Unternehmen sinnvoll. Aus diesem Grund sollte auch hier überlegt werden, wie es möglich ist, hierarchische Strukturen intelligent und clever mit Netzwerk-Strukturen zu kombinieren (https://thenatureofbusiness.org/2016/09/23/the-organisation-is-a-purposeful-living-system/):

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Das hybride und intelligente Team

Um im globalen Wettbewerb weiterhin konkurrenzfähig zu sein, ist ein grosses Ziel vieler Unternehmen, agiler, schneller, kreativer und dadurch innovativer zu sein. Dabei verfolgen Unternehmen unterschiedliche Strategien. Das eine Unternehmen führt die "Organisation der 2 Geschwindigkeiten ein", das andere Unternehmen kollaboriert mit jungen Start-Ups oder akquiriert gleich ein oder mehrere Start-Ups und richtet in coolen Lokationen "Innovation / Digital Labs" ein. Dabei wird häufig "nur" auf die Erfindung neuer Geschäftsmodelle und der kompletten Neuerfindung des Unternehmens fokussiert. Dass mit den neuen Technologien und Organisations-Modellen aber vor allem effizientere Prozesse oder eine neue Art der Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt werden kann, bleibt zweite Priorität. Auch dass die neu zur Verfügung stehenden Daten genutzt werden können, um Produkte und Services zu optimieren, ist im ersten Schritt nicht im Fokus.

Uns beschleicht immer häufiger das Gefühl, dass Führungskräfte von Unternehmen denken, dass ausschliesslich junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Lage sind, kreativ und innovativ zu sein. Aus unserer Erfahrung ist dem nicht so. Wir sind überzeugt davon, dass die volle Innovationskraft und Erneuerungsenergie dann entsteht, wenn Teams intelligent zusammengestellt werden: eine Kombination aus dem Denken und Handeln von jungen Wilden, der Erfahrung und dem politischen Geschick der "Grauhaarigen" und dies dann auch noch bereichs- und hierarchieübergreifend.

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Der hybride und intelligente Prozess

Einer der Hauptnutzen von neuen Technologien (IoT, AI, Blockchain, Augemted Reality) sowie neuen Organisations-Modellen (Holacracy, Sociocraty 3.0, Kollegiale Führung) ist die Effizienzsteigerung im gesamten Wertschöpfungsprozess und zwar innerhalb eines Unternehmens sowie in der Kollaboration mit Kunden, Lieferanten und Partnern. Unternehmen haben in den letzten 20 Jahen sehr viel Geld in IT-Systeme wie ERP, PLM, CRM, etc. investiert, um Prozesse zu automatisieren. Dies war gut so und ist eine super Basis für die 4. Industrielle Revolution und die Vernetzung. Nehmen wir den Produktionsprozess und die "Smart Factory" als Beispiel: in solchen Projekten kombinieren wir Informationen aus dem ERP- / MES-System wie Fertigungsmenge, Fertigungszeit oder Qualität mit Informationen aus den Maschinensteuerungen (Temperatur, Druck, Spindeldrehzahl, etc.). Dadurch ist es möglich, z.B. die Wartung auf Basis eines tatsächlichen Bedarfs zu planen und nicht wie bisher in fest definierten Intervallen oder den Ausfall von Maschinenkomponenten mittels Algorithmen vorherzusagen.

Aus unserer Sicht sollte es NICHT darum gehen, autonome IoT-Lösungen oder isolierte AI- / Blockchain-Anwendungen zu entwickeln! Vielmehr sollten neue Technologien sowie Organisations-Modelle intelligent in bestehende Software-Lösungen und Organisations-Strukturen integriert werden. Nutzen Sie dazu das existierende Wissen in Ihrer Organisation. Nutzen Sie Lean Management Initiativen in wertschöpfenden UND nicht-wertschöpfenden Bereichen. Dadurch wird ein riesiger und nachhaltiger Mehrwert für das Unternehmen selbst UND für das gesamte Ecosystem generiert.

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Das hybride und intelligente Produkt & Der hybride und intelligente Service

In der 4. Industriellen Revolution ist eines der Hauptziele von Unternehmen, aus einem physischen ein "cyber-physisches" Produkt zu machen. Dies bedeutet, dass ich das bestehende Produkt durch eine neue "intelligente & vernetzte Komponente" erweitere. Diese "intelligente & vernetzte Komponente" nennt man IoT Gateway und kann sowohl in alle neuen Produkte, als auch in sehr viele bereits im Markt befindlichen Produkte nachträglich, also retrospektiv integriert werden. Durch diese Erweiterung ist das nun "cyber-physische" Produkt in der Lage, Daten und Informationen entweder direkt oder über eine IoT Cloud mit anderen Produkten auszutauschen. Das Produkt teilt dem Hersteller sowie dem Nutzer in Echtzeit Informationen zu seinem "Gesundheitszustand" mit und meldet sich, wenn es repariert werden muss.

Das oben erwähnte IoT Gateway kann ebenfalls dazu genutzt werden, mit dem Produkt "remote", also von irgendwo in der Welt, zu kommunizieren. Der Service-Techniker muss also nicht immer sofort zum Kunden fahren, sondern kann seine Erstdiagnose "remote" machen. Er kann entweder den Fehler "remote" beheben (z.B. bei einem Software- oder Einstellungs-Fehler) oder weiss nach seiner Diagnose, welches Ersatzteil für die Reparatur benötigt wird und fährt damit nur noch EINMAL zum Kunden.

In Zukunft werden für diese "cyber-physischen" Produkte wie z.B. Werkzeugmaschinen immer mehr "Digitale Services" entwickelt werden, die der Nutzer der Maschine dann über ein Kundenportal oder direkt über das IoT Gateway beziehen kann. Dadurch eröffnet sich eine neuer Umsatzkanal für den Hersteller.

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